Praxiskurs Eritrea

Integration und die eritreische Migration in der Schweiz – Herausforderungen und Chancen bei der Zusammenarbeit

Überblick

Wer im (Berufs-)Alltag mit Geflüchteten aus Eritrea in Kontakt ist, begegnet Konflikten und Herausforderungen, die die Zusammenarbeit erschweren. In der eintägigen Weiterbildung des Praxiskurs werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, diese Herausforderungen, aber auch Chancen für diesen Berührungspunkt zu erkennen. Weiter werden Teilnehmende dabei durch die Kursleitung ermutigt, Lösungsansätze für bestehende Herausforderungen zu sehen, um sich so in ihrem Beschäftigungsfeld noch wirksamer einsetzen zu können und bestehende Chancen zu nutzen.

Ziele

  • Förderung des Verständnisses für die Fluchtgründe und -erfahrungen von eritreischen Geflüchteten
  • Erweiterung des Wissens über kulturelle Hintergründe: Familiensysteme, kulturelle Eigenheiten, Lebensweise und demographische Zusammensetzung der Eritreer*innen sowie deren Einfluss auf die Integration von und die Zusammenarbeit mit Eritreer*innen in der Schweiz
  • Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten zur Schweiz und deren Einfluss auf Beratung und Integration
  • Körperliche und psychische Gesundheit: Wie wirken sich Flucht und die Situation in der Schweiz auf Eritreer*innen in der Schweiz aus?
  • Authentische Erfahrungsberichte von eritreischen Menschen mit Fluchterfahrungen
  • Austausch über herausfordernde Praxisbeispiele bei der Betreuung und Begleitung von eritreischen Sozialhilfebeziehenden inklusive Empfehlungen aus kantonalen Pilotprojekten

Eine weiterführende Zusammenarbeit auch nach dem Kurs ist möglich.

Angebot

Die eintägige Weiterbildung dauert sieben Stunden (inklusive einstündiger Mittagspause). Der Praxiskurs enthält Vorträge, Sequenzen für den Erfahrungsaustausch und Diskussionen mit Fachpersonen im Bereich Integration; er wird von Eritreer*innen, die in der Schweiz leben, geleitet und konzipiert. Die Teilnehmenden erhalten eine Kursmappe mit wichtigen Unterlagen (PowerPoint-Präsentation mit Platz für Notizen, Zeitungsartikel, Hintergrundinformationen, Statistiken usw.). Diese sind für die Teilnehmenden auch nach der Weiterbildung im Rahmen der praktischen Arbeit nutzbar. Durch den direkten Austausch mit eritreischen Brückenbauer*innen mit Fluchterfahrung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Antworten auf Fragestellungen zu finden, die sie im Arbeitsalltag beschäftigen. Ausserdem werden sie dazu ermutigt, die Lösungsansätze in Form von direkten Umsetzungsmöglichkeiten für ihren Arbeitsalltag schriftlich festzuhalten und auch zu einem späteren Zeitpunkt selbstständig zu reflektieren.

Ein vergleichbares Angebot gibt es auch für die Zusammenarbeit mit Personen aus Syrien.

Weitere Informationen zum Praxiskurs/Rahmenbedingungen

Der Kurs soll Professionellen (Sozialarbeiter*innen, Asylbetreuung u.a.), die mit Eritreer*innen arbeiten, zur Fortbildung dienen und/oder sie in ihrer Arbeit unterstützen. Der Kurs richtet sich an alle Personen, die mit eritreischen Personen arbeiten, sich den dabei entstehenden Herausforderungen stellen und sich bietende Chancen nutzen wollen. Es ist empfehlenswert, dass ein paar Leute aus der gleichen Gegend, Institution oder Gemeinde miteinander am Kurs teilnehmen, da dieser auch die Kooperation innerhalb eines Arbeitsteams fördert und Anstoss für neue Umsetzungsideen am Arbeitsort gibt. Vorgesehen sind zwischen 15 bis 40 Teilnehmende.

Kursdaten und -orte

Für das Jahr 2023 gibt es bisher noch keine neuen Kurstermine.

Um sich anzumelden, drucken Sie die entsprechende Ausschreibung aus und schicken sie ausgefüllt an uns ein oder melden Sie sich direkt online an.

Es ist auch möglich, massgeschneiderte Weiterbildungen an anderen Orten öffentlich oder intern für Organisationen durchzuführen.

Kurskosten

Die Kosten des Kurstages inkl. Zwischenverpflegung, Kaffee und Mineralwasser (exkl. Mittagessen) sind:

  • Normaltarif CHF 260.-
  • Ermässigung (Studierende/mit Legi) CHF 130.-

Im Preis inbegriffen sind die Kosten für die Tagungsdokumentation und Pausenverpflegung.

Zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der NCBI-Fachkurse

Leitung der Kurse

Der Kurs wird von vier Referent*innen gestaltet, weitere eritreische Brückenbauer*innen mit Fluchterfahrung sind teilweise in Austausch-Gruppen mit dabei.

  • Fana Asefaw (eritreische Kinder- und Jugendpsychiaterin)
  • Pheben Asghedom (Ethnologin, Dolmetscherin für das Staatssekretariat für Migration, Behörden sowie Gericht in Zürich, Kulturvermittlerin, Eritrea/Schweiz)
  • Ron Halbright (Pädagoge / Ethnologe, Gründer und Projektcoach bei NCBI Schweiz, USA/Schweiz)
  • Andi Geu (Philosoph, Soziologe, Ko-Geschäftsleiter NCBI Schweiz)
  • Shishai Haile (Kulturvermittler, Brückenbauer bei NCBI, Eritrea/Schweiz)

Stimmen zum Kurs