Peter Mozolevskyi steht vor einem Plakat zur Bundesfeier 2026 in Ferenberg und zeigt auf den Programmpunkt mit seiner Ansprache für das Flüchtlingsparlament Schweiz. Auf dem Plakat klebt ein gelber Hinweis, dass Höhenfeuer und Fackelumzug wegen Feuerverbots nicht stattfinden. Im Hintergrund der Bantiger mit Sendeturm.

Peter Mozolevskyi hielt die Festrede an der Bundesfeier in Bolligen

An der Bundesfeier vom 1. August 2026 in Ferenberg sprach Peter Mozolevskyi, Ko-Koordinator des Schweizerischen Flüchtlingsparlaments und Projektmitarbeiter bei NCBI, über Heimat und Solidarität. Statt Heimat über Territorium, Fahne oder Pass zu bestimmen, warf er die Frage auf, ob Heimat nicht vielmehr der Ort sei, an dem Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Ausgehend von Kindheitserinnerungen an den Gemüsegarten seiner Grossmutter in der Ukraine und ihrem stets wiederholten Satz “Hauptsache, es gibt keinen Krieg” – schilderte er, wie er den Beginn des russischen Angriffskriegs in Kyjiw erlebte und wie sich sein Blick auf weit entfernte Konflikte dadurch verändert hat. Solidarität, so sein Fazit, beginne nicht mit grossen politischen Reden, sondern damit, nicht wegzuschauen und ehrlich nachzufragen. Genau diese Erfahrung habe er in der Schweiz gemacht: Menschen halfen mit Wohnraum, Arbeit, Rat und Aufmerksamkeit – Gesten, aus denen für jemanden, der die vertraute Welt verloren hat, das Gefühl eines neuen Zuhauses entstehen kann.

Die vollständige Ansprache ist in der Bantiger Post Nr. 33 vom 12. August 2026 (Seite 9) abgedruckt: bantigerpost.ch

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