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Rückblick: Fachtagung Psychische Gesundheit von Geflüchteten stärken

Am 6. Mai trafen sich im Toni-Areal in Zürich mehr als 50 Fachpersonen aus dem Gesundheits-, Asyl-, Bildungs- und Sozialbereich: vier Stunden, viele Perspektiven, klare Schlussfolgerungen.

Ein Satz aus dem Nachmittag bleibt hängen:

„Es ist normal, wie Du reagierst. Was nicht normal ist, ist was Du erlebt hast bzw. erlebst.”

Das ist der Satz, den Geflüchtete hören sollten. Nicht: “Du hast ein Problem.” Sondern: “Deine Reaktion ist normal, ich lasse Dich damit nicht alleine.”

Drei Erkenntnisse, die wir aus dem Tag mitnehmen:

  1. Zahlen brauchen Kontext. Wer Kriminalstatistiken liest, muss auch die Lebenssituationen dahinter lesen und die Zahlen in Relation stellen. Nationalität ist kriminologisch eine weitgehend uninteressante Kategorie. Lebenssituation und Trauma dagegen nicht.

  2. Medizin allein reicht nicht. Was wirkt, ist ein ganzheitlicher Ansatz – Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Behörden, die miteinander statt nebeneinander arbeiten.

  3. Ressourcen sehen, nicht nur Defizite. Geflüchtete bringen Resilienz, Erfahrungen und Stärke mit. Fachpersonen, die auf Augenhöhe begegnen und zuerst fragen “Was brauchst Du?” und “Wie hast Du Deine Herausforderungen bisher gemeistert?”, erreichen mehr als jedes Formular.

Integration gelingt nicht durch Verwaltung. Sie gelingt, wenn Menschen als Menschen mit Kompetenzen betrachtet werden.

Danke an alle Referierenden und Teilnehmenden für diesen wertvollen Nachmittag, den Austausch in den Workshops, die praktischen Einblicke von Brückenbauer:innen aus fünf Sprachgruppen und die neuen, praktischen Erkenntnisse!

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